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13.05.2012, 07:26

„Neuer Nachbar"

Wir haben einen „neuen Nachbarn“.

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23.03.2012, 08:09

Neue Weinliste

Wir haben alle Weine gefüllt und unsere Weinliste ist wieder komplett. Schauen Sie doch einfach mal in die neue Weinliste.

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Wissen rund um Wein

Ein Weinberg entsteht

01.07.2011, 12:00

Auch in diesem Jahr haben wir einen Weinberg neu gepflanzt. 

Die Standzeit eines Weinberges differiert je nach Rebsorte und Lage. Eine Standzeit über 25 Jahre ist jedoch die Regel, oft werden Standzeiten über 40 Jahre erreicht.

Bevor eine Anlage neu bepflanzt wird, bleibt sie in der Regel 1 bis 2 Jahre brach liegen. Hierzu wird die alte Rebanlage (Rebstöcke, Drähte, Pfähle,…) komplett entfernt. Durch die lange Standzeit und einseitige Bewirtschaftung (Monokultur) ist es wichtig, dass  sich der Boden regenerieren kann. Der Boden wird zur Verbesserung der Bodenstruktur tiefengelockert und durch Einsaat und Unterbringen einer Zwischensaat und / oder Ausbringen von Humus mit Nährstoffen angereichert. 

Bevor der Weinberg neu bepflanzt werden kann, muss er genau ausgezeilt werden. Beim Auszeilen werden die Pflanzstellen der Reben genau festgelegt. Hierfür spielen Zeilenbreite, Zeilenrichtung, Stockabstand, Vorgewende (Platz zum Wenden mit dem Weinbergsschlepper) und eventuelle Durchgänge in den Zeilen eine wichtige Rolle. Ökonomie und Qualitätsbewusstsein müssen in Einklang gebracht werden. 

Mit kleinen Pfählchen oder Stäben werden die Zeilenabstände an den Enden jeder Zeile genau markiert und mit Schnüren abgespannt.

Zum Pflanzen werden Pfropfreben aus der Rebschule verwendet. Auf reblausresistente Unterlagsreben, werden die Edelreise aufgepfropft. Die Edelreiße geben die zukünftige Rebsorte an. Nach einem Jahr in der Rebschule können sie für die Auspflanzung im Weinberg verwendet werden. Bei der Auswahl spielt nicht nur die Rebsorte (Riesling, Spätburgunder,…) eine Rolle, sondern auch weitere Merkmale, die sich auf Standortverträglichkeit (schwerer Boden, …) beziehen oder auf die Trauben (lockerbeerige Trauben,…) auswirken.

Reben können mit der Hand oder mit einer speziellen Rebpflanzmaschine gepflanzt werden. Entlang der ausgezeilten Reihe werden die Rebpflanzen im gleichen Abstand voneinander gesetzt. 

Nun kann mit der Erstellung der Drahtanlage begonnen werden.

Die Weinbergspfähle (Stickel) werden im festgelegten Abstand in der Rebzeile verteilt und hydraulisch durch einen Traktor in die Erde gedrückt. 

Neben jeder Rebpflanze wird ein Pflanzstab in die Erde gesteckt, an dem die Rebe befestigt wird. Eine spätere Befestigung des Stabes am Drahtgerüst bedingt ein gerades Wachsen des Rebstockes.

Zum Schutz vor Wildverbiss (Kaninchen, Rehe,... mögen die zarten Blättchen sehr) bekommen die Rebstöcke in den ersten Jahren eine Manschette. Die hier verwendete Manschette begünstigt zusätzlich ein schnelleres Wachsen im „geschützten Raum“ (Treibhauseffekt).

Das Ziehen der Drähte ist der letzte Schritt zum „fertigen“ Weinberg.

Zwei feste untere Drähte (Biegedrähte) dienen der Rundbogenerziehung. Hier wird die Bogrebe nach dem Winterschnitt über den oberen Draht gebogen und am unteren Draht befestigt. Im oberen Bereich gibt es zwei Paar parallele Heftdrähte. Diese werden jeweils links und rechts der Weinbergspfähle über verschiedene Stationen im Rebwachstum mit nach oben gezogen. Damit wird eine möglichst einheitliche Laubwand erzielt, die weniger wind- und bruchempfindlich ist.

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