01.01.2011, 12:00
Im Winter bis ins Frühjahr hinein verändern sich die Weinberge nach einer Zeit der Ruhe.
Die Weinstöcke werden geschnitten:
Zur Erzielung eines wirtschaftlich ausreichenden Ertrages von guter Qualität muss der Rebstock jedes Jahr geschnitten werden. Dabei unterscheidet der Winzer zwischen altem Holz (Stockteile, die älter als 2 Jahre sind und hauptsächlich als Reservespeicher dienen) und Frucht- bzw. Tragholz (einjährige Triebe, die aus zweijährigem Holz gewachsen sind). Je nach Standort, Rebanlage oder Sorte bleiben ein oder zwei dieser Ruten stehen, alle anderen werden abgeschnitten. Wilde Triebe, die direkt aus dem alten Holz gewachsen sind, dienen einer eventuellen Stockverjüngung. Sie bleiben stehen und können so im kommenden Jahr neue, tragende Triebe bilden.
Die abgeschnittenen Triebe werden aus der Drahtanlage herausgezogen. Wurde das Rebholz früher gebündelt verbrannt, wird es heute zwischen die Rebreihen gelegt. An frostigen Tagen wird das Rebholz gehächselt und dient so der Strukturverbesserung des Bodens und der Erhöhung des Humusgehalts (bessere Wasserhaltekraft und Fruchtbarkeit des Bodens).
Bis zum Austrieb der Rebknospen werden die Reben gebogen. Hierfür werden sie im Bogen über einen Draht gezogen und am unteren Draht befestigt. Diese Form der „Reberziehung“ ermöglicht eine gute Verteilung der Triebe und somit ein möglichst optimales Wachstum.
Die Voraussetzungen für den nächsten Jahrgang sind damit abgeschlossen, Sonne, Regen und Wärme müssen nun das Ihrige Tun, um die Weinberge wieder ergrünen zu lassen.